Wir schreiben das Jahr 1954: Während aus dem Radio seit kurzer Zeit Bill Haleys „Rock around the Clock“ tönt, nimmt in Memphis ein junger Mann namens Elvis Presley seine erste Platte auf. Augenzeugen berichten: „Elvis begann plötzlich diesen Song zu singen und sich dazu wie eine Narr aufzuführen.“ – Die Zeit schien reif, um die bis dahin uneingeschränkte Befehlsgewalt Erwachsener über junge Menschen in Frage zu stellen. Obwohl strenge Sittenwächter den Sound des Rock als „Musik gewordene Unmoral“ betrachteten und gegen diesen „gefährlichen Verführer von Halbwüchsigen“ wetterten, konnten sie eine Kulturrevolte nicht aufhalten, die bald den gesamten Erdball umfassen sollte. – Schuld daran war der „Rock“. Röhrenjeans und Petticoat, Pomade und wippende Pferdeschwänzchen gingen einher mit dem Aufstieg des King of Rock, der zwar nicht der Erfinder, bestimmt allerdings der Geburtshelfer des Rock 'n' Roll sein sollte. Wenn man heute in den Vereinigten Staaten das Radio aufdreht, erklingen seine Songs: Andy Lee Lang hat nicht nur selbst auf der Bühne Elvis dargestellt, er ist auch mit dessen legendärem Gitarristen James Burton aufgetreten; Chuck Berry tourt nur durch Österreich, wenn ihn dieser „crazy Austrian“ begleitet. Andi Herzog und Toni Polster sind Mitglieder seines Fanclubs. Und als einer, der die Geschichte des Rock 'n' Roll mitgeschrieben hat, erhielt Andy Lee Lang als einziger Österreicher einen Platz in der amerikanischen „Hall of Fame“.
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