Weil Luise die ersten Jahre ihres Lebens nicht wachsen wollte, wurde sie kurzerhand Pünktchen genannt. Und Pünktchen hat alles, was sie braucht: reiche Eltern, ein großes Haus mit Garten, ein Kindermädchen, und was das Wichtigste ist, einen besten Freund – Anton. Doch der ist arm, lebt mit seiner kranken Mutter in einer kleinen Wohnung, und damit beide über die Runden kommen, muss Anton neben der Schule noch Geld verdienen und seiner Mutter bei der Hausarbeit helfen. Nichts wünscht sich Anton so sehr wie Urlaub für seine Mutter. – Sie soll gesund werden und wieder lachen anstatt ständig zu husten. Anton schämt sich, dass er und seine Mutter so arm sind, und nicht einmal Pünktchen kann ihn wirklich trösten. Da hat sie die vermeintlich rettende Idee: Sie will für Anton betteln gehen! Gesagt, getan. Zusammen mit ihrem Kindermädchen Fräulein Andacht macht sie sich an die nächtliche Arbeit, und schon bald kommt ein wenig Geld in die Kasse. Doch Pünktchen und Anton haben die Rechnung ohne den Freund von Fräulein Andacht gemacht – denn der ist, was die Erwachsenen einen „Kriminellen“ nennen. Mit vereinten Kräften sollen sie seinen Machenschaften ein Ende bereiten – ob sie es schaffen, gegen einen Erwachsenen zu kämpfen?
Dass Armut nicht immer etwas mit Geld zu tun haben muss, und es gar nicht einfach ist, Freundschaft trotz gesellschaftlicher Barrieren wachsen zu lassen, erzählt – in einer Neuadaption des Theaters der Jugend – Erich Kästners berühmter Vorkriegsroman.