Elf Freunde müsst ihr sein! Aber was, wenn man der Zwölfte, der Dreizehnte ist? Wenn man immer nur der Zwölfte oder Dreizehnte ist? „Im letzten Training hat er gesagt, er gibt mir 'ne Chance!“ – Wieder nichts. Wieder schlägt eine Woche voller Hoffnungen am Samstag auf dem örtlichen Vereinsplatz in herbe Enttäuschung um. Du willst spielen, doch da sind elf Mann, die sind einfach besser als du. Für Chris, Mischa und Laurenz ist die Ersatzbank bittere Wirklichkeit. Einmal die entscheidende Flanke geben, einmal den Ball ins Netz schlagen, einmal im Mittelpunkt stehen – von allen gefeiert – vor allem von den Mädchen … Aber bis es so weit ist, heißt es abwarten – und zuschauen, wie die anderen glänzen. Das Leben ist ein Spiel, das die anderen spielen. Denn für Chris, Mischa und Laurenz ist das Abseits die Regel. Und jeder hat seinen Weg gefunden, damit umzugehen: Mischa etwa, für den es mittlerweile kein Problem mehr ist, dass er wohl nie herausfinden wird, ob er das Zeug zum guten Mittelstürmer hat. Dass es nicht einmal die Chance gibt, sich in diesem Leben zu beweisen, das kann einen aber auch wütend machen. So einer mit Wut im Bauch ist Chris. Am Ende ist das Spiel vorbei. Aber das Leben geht weiter.
Der mit vielen Preisen ausgezeichnete junge Schweizer Kinder- und Jugendtheaterautor Andri Beyeler hat mit „kick & rush“ nicht nur ein Stück über Fußball geschrieben, sondern vielmehr über Freundschaft, die manchmal zerbrechlicher ist als man denkt, Chancengleichheit und den ganz alltäglichen Kampf, in dieser Welt überhaupt vorzukommen.