Juniors Entscheidung

26. April 2003 bis 24. Juni 2003

von Michaela Ronzoni

Uraufführung
Altersgruppe 11+

Julian wird demnächst 14, und es gibt keinen Grund, sich zu beklagen. Alles da, was man so braucht! Skateboard, Computer, Golfunterricht. Er darf sich kaufen, was ihm gefällt – und was ihm nicht gefällt, bekommt er trotzdem von seinen Eltern geschenkt.

Julians Eltern: nützliche Mitglieder unserer Gesellschaft. Der Vater, erfolgreicher Scheidungsanwalt, die Mutter, ehrenamtliche Mitstreiterin in verschiedenen Vereinen, „die unsere Welt besser machen“.

Eine Bilderbuchfamilie also! Alles läuft richtig – und keiner kann sich beschweren.

Doch spätestens als Julian beginnt – ohne es zu merken – mit dem Mikrowellenherd zu sprechen, erkennt er, dass die heile Vorstadtwelt auf ziemlich krankem Boden steht. Wieso eigentlich haben seine Eltern so wenig Zeit für ihn? Wann haben sie ihn das letzte Mal geküsst? Spielt er im Leben seiner Eltern eigentlich noch irgendeine ernst zu nehmende Rolle?

Julian ist empört! Ja, er wird vernachlässigt! Ein Wohlstandskind, dem mit den Produkten der Shopping Malls das Maul gestopft werden soll – und das von den eigenen leiblichen Erzeugern!

Diese trübe Feststellung verlangt die Tat: Mit Hilfe seiner Kumpelin Conny beschließt er, sich von seinen Eltern scheiden zu lassen, um sich Menschen zu suchen, mit denen sich wirklich zusammen leben lässt. Doch das ist erst der Anfang einer Entscheidung mit weit reichenden Folgen …

Neuesten Umfragen aus Deutschland zufolge leben knapp 30 Prozent der Kinder mit beiden leiblichen Elternteilen in einem Haushalt. Der Rest – die Mehrheit – ist Patchwork. Das klassische Familienbild befindet sich also im Umbruch… Und warum sollte man nicht entscheiden dürfen, mit wem man zusammen leben will

Das Theater der Jugend bezieht sich mit „Julians Entscheidung“ auf einen authentischen Fall aus Amerika, der vor einigen Jahren für Schlagzeilen sorgte.

Übrigens: Der amerikanische Junge wurde rechtens von seinen leiblichen Eltern geschieden … 

Team

  • Michaela Ronzoni
    Text
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  • Folke Braband
    Regie
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  • Stephan Dietrich
    Ausstattung
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  • Gerald Maria Bauer
    Dramaturgie
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  • Marlene Schneider
    Dramaturgie
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  • Ferdinand Klauser
    Regieassistenz
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  • Thomas Birkmeir
    Künstlerische Direktion
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Besetzung

  • Patrick Güldenberg
    Julian
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  • Sebastian Eckhardt
    Stefan
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  • Daniela Dadieu
    Miriam
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  • Manfred Stella
    Max Lorentini
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  • Katharina Kwaschik
    Conny
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  • Michaela Kaspar
    Stella
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Kontakt

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