Heidi (2002/2003)

7. Dezember 2002 bis 27. Jänner 2003

von Thomas Birkmeir nach einem Roman von Johanna Spyri

Uraufführung

Mit dem Aufstieg des Waisenmädchens Heidi über einen schmalen Berggrat zu seinem Großvater auf die Alm begann auch der Aufstieg einer der berühmtesten Figuren auf der „ewigen Hitliste“ der Kinderweltliteratur. 

Vom Großvater, dem raubeinigen Alm-Öhi, zunächst abgelehnt, gewinnt sie dessen Herz durch entwaffnende Offenheit und pure Lebensfreude. Heidi ist gut, Heidi hilft, Heidi ist für uns alle da? Für den verstockten Geißenpeter und die blinde Großmutter genauso wie für die einsame, an den Rollstuhl gefesselte Klara. Der Gutmensch der Kinderliteratur? 

Nein, denn Heidi wird herumgeschubst – von den Erwachsenen und besonders von Fräulein Rottenmeier. Und Heidi verweigert sich, verweigert zu essen – und wird kränker als alle, denen sie gerne helfen möchte? Nur ein Wunder kann Heidi retten – und das Leben hält es für sie bereit! 

Die Heidi-Romane haben siebenstellige Auflagen erreicht, und es ist wenig vermessen von einem „modernen Mythos“ zu sprechen. Sowohl in den USA als auch in Japan findet sich „Heidi“ auf den Spitzenplätzen der „beliebtesten Taufnamen“! Heidi heilt – doch Heidi bringt auch Geld: In der Schweiz streiten derzeit mehrere Kantonsgemeinden im Bündnerland über den Rechtszuspruch, das „Original-Heidi-Haus“ vermarkten zu dürfen. Heidi, ein effizientes modernes Label – Sehnsucht nach der guten alten Zeit? Ohne Zweifel ist das „einfache“ Mädchen die berühmteste Schweizerin -- weit vor Wilhelm Tell oder DJ Bobo. 

Grund genug für das Theater der Jugend, dem Mythos Heidi zu folgen und der Frage nachzugehen, woraus im Internetzeitalter diese Berg- und Talgeschichte ihre Kraft bezieht und warum sie – im Gegensatz zu vielen anderen ähnlichen Büchern – so spielerisch den Lesergeschmack des neunzehnten Jahrhunderts überleben konnte.

Team

  • Johanna Spyri
    Text
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  • Thomas Birkmeir
    Text / Regie / Künstlerische Direktion
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  • Andreas Lungenschmid
    Bühne
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  • Lukas Kaltenbäck
    Licht
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  • Irmgard Kersting
    Kostüm
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  • Klaus Erharter
    Musik
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  • Marlene Schneider
    Dramaturgie
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  • Kathrin Lebisch
    Regieassistenz
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