Geschichte des TdJ
Hervorgehoben
Die Geschichte des Theaters der Jugend reicht fast 100 Jahre zurück. Es gehört damit zu einer der ältesten Theaterinstitutionen für junges Publikum. Seine Geschichte ist geprägt von vielen Menschen mit unterschiedlichen künstlerischen und gesellschaftspolitischen Vorstellungen. Unter ihnen waren Täter, Mitläufer und Opfer der faschistischen Regime im 20. Jahrhundert. Manche von diesen Personen sind heute kaum mehr bekannt. Dieser historische Überblick ist ein Versuch, die Geschichte des Theaters der Jugend und der Menschen zu erzählen, die über viele Jahrzehnte für junges Publikum gearbeitet haben.
1932 gründeten der Schauspieler und Max-Reinhardt-Schüler Stefan Wagner (1905/06-?) und der Realschuldirektor Hans (Johann) Zwanzger (1880-1960) den Verein „Theater der Schulen“. Stefan Wagner war für das künstlerische Programm verantwortlich, Hans Zwanzger hielt Kontakt zu den Schulen und hatte Mitspracherecht beim Spielplan. Hauptanliegen des Vereins war es, „künstlerisch und literarisch vollwertige Theateraufführungen“ zu günstigen Preisen anzubieten. Ein „erweiteter Vorstand“ von Lehrer*innen war beratend tätig, „Vertrauensmänner“ kündigten die Vorstellungen in den Schulen an und organisierten die Kartenbestellungen.
Die niedrigen Kartenpreise konnten nur gewährleistet werden, da alle Mitarbeiter*innen ehrenamtlich für den Verein tätig waren und vor allem arbeitslose Schauspieler*innen engagiert wurden, die geringere Gagen bekamen. Freikarten für bedürftige Schüler*innen wurden durch einen Eltern-Fonds finanziert.
Ab Jänner 1933 entstanden die ersten Eigenproduktionen. Hierfür mietete sich der Verein für Nachmittagsvorstellungen bei Theaterhäusern wie der Volksoper, dem Volkstheater oder dem Bürgertheater ein und übernahm den Kartenvertrieb über die Schulen. Da sich die Eigenproduktionen nach kurzer Zeit als zu aufwendig und kostspielig erwiesen, konzentrierte man sich stärker auf die Tätigkeit der Publikumsorganisation und nahm bereits bestehende Inszenierungen ins Programm.
Es wurden vor allem Klassiker und Volksstücke gezeigt, das erste „zeitgenössische“ Kinderstück im Programm war „Pünktchen und Anton“ von Erich Kästner. Später kamen auch Opernaufführungen und Märchen dazu. Die Schauspielerin Erika Dannbacher (1898-1979), die eine eigene Kindertheatergruppe leitete, verfasste Bühnenadaptionen von Märchen und Sagen fürs Theater der Jugend und spielte in einigen Stücken.
Mitbegründer und Oberspielleiter war der Schauspieler und Regisseur Eduard Sekler (1880-1976). Er kam aus einer jüdischen, ukrainisch-tschechischen Familie. 1909 war er aus der israelitischen Kultusgemeinde in Wien ausgetreten. Von 1938 bis 1945 belegten ihn die Nationalsozialisten mit einem Berufsverbot und er wurde zu Zwangsarbeit verpflichtet. 1942 wurde sein älterer Bruder nach Polen deportiert und dort ermordet. Nach dem Krieg arbeitete Sekler als Schauspieler am Theater in der Josefstadt. Er hatte bereits 1906 im Ensemble des Theaters gespielt, bei seiner letzten Premiere in der Josefstadt war er 94 Jahre alt. Für das Theater der Jugend hat er nach 1945 nicht mehr gearbeitet.
Im November 1934 wurde das „Theater der Schulen“ aufgelöst und in den Verein „Theater der Jugend“ überführt, dessen Vorstand unter der Aufsicht des christlich-sozial dominierten Unterrichtsministeriums stand. Stefan Wagner wurde (aufgrund interner Streitigkeiten) als künstlerischer Leiter durch den früheren Burgtheaterdirektor Franz Herterich ersetzt. (Zu ihm weiter unten mehr.) Eine ministerielle Verordnung sicherte dem Theater der Jugend das Monopol für Jugendtheater sowie die Bewerbung an den Schulen zu. Das Bundesministerium subventionierte den Verein, die Gemeinde Wien stellte Fürsorgefahrscheine für bedürfte Schüler*innen bereit und die ÖBB gewährte 75% Fahrpreisermäßigung für Schüler*innen von auswärts.
Stefan Wagner und Hans Zwanzger gehörten dem rechts-konservativen Lager an. Zwanzger ging aktiv gegen jüdische Theatermacher*innen vor. Die zunehmende politische Einflussnahme gipfelte 1936 in der Eingliederung der Organisation des Vaterländischen Frontwerks Neues Leben, die Kontrolle auf Stückwahl und Besetzung ausübte.
Unter Franz Herterichs Direktion war der Autor Friedrich Popper (Fritz Popp, 1898-1981) als Berater für das „Theater der Jugend“ tätig gewesen. Er setzte sich für die Einrichtung einer „Kinderbühne“ ein („Theater des Kindes“ von 1935-1938, Leitung: Aurel Nowotny). Popper schrieb „Gegenwartstücke“ für junges Publikum. Er stellte darin jugendliche Figuren und ihre Lebenswirklichkeiten ins Zentrum und thematisierte soziale Ungerechtigkeiten und Rassismus. Nach dem Anschluss 1938 wurde er freiwilliger Helfer in einem Waisenhaus für jüdische Kinder auf der Hohen Warte, 1940 floh er mit seiner Familie in die USA. Er schrieb nach 1945 aus Amerika Kolumnen für die österreichische Zeitung „Die Furche“, als Theaterautor konnte er jedoch nicht an seine kurze Karriere in Österreich anknüpfen.
Nach dem Anschluss Österreichs wurde Philipp Steindl kommissarischer Leiter des Theaters der Jugend. Er war Personalamtsleiter des NSDAP-Erziehungsamts in Wien I. Im Jänner 1939 wurde der Verein aufgelöst, an seine Stelle trat der Veranstaltungsring der Hitlerjugend.
Wer mehr erfahren möchte:
- Birgit Peter: Konzepte eines Theaters für die Jugend von 1932 bis 1938. In: Gerald M. Bauer / Birgit Peter (Hg.): „Neue Wege“ – 75 Jahre Theater der Jugend in Wien. Wien 2008, S. 25-41.
- Heike Curtze: Theater für Kinder und Jugendliche in Wien. Von der Jahrhundertwende bis zur Gegenwart. Wien 1970 S. 52-125.
- Christine Möhrle: Friedrich Popper. In: John M. Spalek / Joseph Strelka (Hg.): Deutschsprachige Exilliteratur seit 1933. Band 3. Bern und München 2001, S. 343-350.
Schon bald nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Theater der Jugend wieder ins Leben gerufen. Die erste Vorstellung im Programm war am 31. Oktober 1945 „Clavigo“ im Volkstheater. Man versuchte an die Zeit vor 1938 anzuknüpfen. Die Vereinsstatuten von 1934 wurden übernommen, federführend waren wieder Hans Zwanzger (Vorstand) und Franz Herterich (Künstlerische Leitung). Das Ideal blieb „die Jugend wieder emporzuführen zu Dingen, die über dem Alltag stehen und die ihr den trüben Alltag im Leben einst erträglicher machen“.
Der Schauspieler und Regisseur Franz Herterich war von 1923 bis 1930 Burgtheater-Direktor gewesen. Über seine Karriere während des Nationalsozialismus gibt es nur sporadische Informationen: Er gehörte 1938 zu den Theatermacher*innen, die sich im Zuge der Volksabstimmung vom 10. April 1938 an der Propaganda-Kampagne beteiligten, den Anschluss Österreichs an Nazi-Deutschland mit öffentlichen Statements zu befürworten („Heute endlich dürfen wir nicht nur deutsch reden, sondern auch deutsch denken, fühlen und handeln. Das danken wir dem Führer!“). Er war weiterhin als Regisseur und Schauspieler tätig und spielte u. a. im NS-Propagandafilm Film „Kolberg“ (1945) von Veit Harlan mit.
Zum bisherigen Team kam als administrativer Leiter der promovierte Germanist Walter Hills (1917-1988) hinzu. Für ein paar Neuerungen in der Ausrichtung war er maßgeblich verantwortlich: Im Juni 1946 wurde angekündigt, man wolle eine Abteilung „Jugend spricht zur Jugend“ schaffen. Wöchentlich sollten Konzerte, Vorträge oder Aufführungen in Studioproduktionen von Jugendlichen stattfinden. Geplant war auch eine „illustrierte Monatszeitschrift“. Im Oktober 1946 wurde im Mitteilungsblatt ein Brief des Schülers Hans A… abgedruckt, der in den folgenden Ausgaben rege Diskussionen auslöste:
In Folge wurde die Abteilung „Jugend spricht zur Jugend“ ausgebaut – junge Musiker*innen und Teilnehmer*innen einer Spielgruppe gesucht. Diskussionsabende wurden angekündigt, ein Preisausschreiben gestartet für den besten Entwurf eines „zeitlosen Kostüms“. Junge Autor*innen wurden aufgerufen, künstlerische Texte und Debattenbeiträge einzureichen.
Am 25. März 1947 fand die erste Aufführung der Spielgruppe statt. Es war das Bühnendebüt des 16-jährigen Otto Schenk (1930-2025).
Im April 1947 kritisierte die junge Arbeiterin Maria Maier, dass „normale“ Frauen und Mädchen „von heute“ auf der Bühne nicht vorkommen. Auf ihren Beitrag antworteten verschiedene österreichische Dramatiker.
Eine der produktivsten jungen Autor*innen im Mitteilungsblatt war die spätere Friedensaktivistin und engagierte Antifaschistin Erika Danneberg (1922-2007).
Aus dem Mitteilungsblatt des Theaters der Jugend wurde in den kommenden Jahren und Jahrzehnten (bis in die 1970er-Jahre) eine regelmäßig erscheinende Kulturzeitschrift („Neue Wege“), in der viele österreichische Autor*innen wie Ernst Jandl, Marlen Haushofer, H. C. Artmann, Vera Ferra-Mikura oder Friederike Mayröcker erste Texte veröffentlichten.
Wer mehr erfahren möchte:
- Daniela Strigl: Die „Neuen Wege“ – Zentralorgan der Avantgarde? In: Gerald M. Bauer / Birgit Peter (Hg.): „Neue Wege“ – 75 Jahre Theater der Jugend in Wien. Wien 2008, S. 73-86
In der ersten Saison nach dem Zweiten Weltkrieg hatte das Theater der Jugend in einer Saison 170.000 Theaterkarten verlauft – 1951 waren es bereits 400.000. Es wurde zunehmend schwierig, dem großen Theaterbedürfnis des Publikums nachzukommen. Für Kinder fehlte es schlicht an geeigneten Stücken an Wiener Theatern. Jugendlichen wurden fast ausschließlich Klassikerinszenierungen angeboten, die nicht auf ein junges Publikum zugeschnitten waren. Das wurde besonders bei einem aktenkundigen Fall deutlich, als 1952 bei einer Vorstellung von „König Ottokars Glück und Ende“ 13/14-jährige Schüler*innen an ernst gemeinten Stellen in schallendes Gelächter verfielen, dazwischenriefen, mit Papierkügelchen auf die Bühne und sich gegenseitig mit Apfel- und sonstigen Speiseresten bewarfen.
In der Saison 1951/52 wurde Hans Kugelgruber beauftragt, Märchen- und Sagenspiele für das Theater der Jugend zu produzieren. 1955 übernahm Kugelgruber die künstlerische Leitung und begann mit dem Aufbau eines eigenen Kern-Ensembles. Das Theater der Jugend wurde zusätzlich mit der organisatorischen Betreuung des vom Kulturamt der Stadt Wien ins Leben gerufenen Jugendabonnements beauftragt. Kugelgruber suchte nach einer festen Spielstätte für die vor allem an Kinder gerichteten Eigenproduktionen. Am 8. September titelte der Neue Kurier:
Das Renaissancetheater als Spielort war gefunden. Man teilte sich den Raum bis 1970 mit der Löwinger-Bühne.
Am 1. November übernahm Hans Niederführ (1902-1987) die künstlerische Leitung des Theaters der Jugend. Ihm gelang es – auch durch sein gutes Netzwerk – dass die Eigenproduktionen des Theaters größere Aufmerksamkeit bekamen. Zum ersten Mal wurde nun auch die Presse zu Vorstellungen eingeladen. Er baute das Ensemble weiter aus.
Hans Niederführ war Schauspiel- und Regieschüler am Max Reinhardt Seminar gewesen, stieg vom Sekretär bis 1937 zum stellvertretenden Direktor auf. Nach dem Anschluss 1938 erklärte er sich selbst zum kommissarischen Leiter. Er war seit 1933 Mitglied der NSDAP und setzte sich umgehend für die „Arisierung“ des Seminars ein. 1945 wurde er entlassen, konnte jedoch erreichen, nur als „Minderbelasteter“ eingestuft zu werden. 1954 gelang es ihm wieder Leiter des Max Reinhardt Seminars zu werden. Der Theater- und Literaturwissenschaftler Peter Roessler bezeichnet Niederführ als „ein Paradebeispiel des vollendeten Opportunismus“. Hans Niederführ war seit 1940 verheiratet mit der Bildhauerin Ilse Pompe.
Wer mehr erfahren möchte:
- Markus Felkel: Von der Publikumsorganisation zur eigenen Bühne – Das Theater der Jugend zwsichen 1945 und 1964. In: Gerald M. Bauer / Birgit Peter (Hg.): „Neue Wege“ – 75 Jahre Theater der Jugend in Wien. Wien 2008, S. 43-55.
- Peter Roessler: Das Max Reinhardt Seminar. Im Weltgarten des Spiels 1928–1965. Wien 2025
In der 123. Ausgabe der Zeitschrift „Neue Wege“ erschienen im Mai 1957 experimentelle Gedichte von Ernst Kein, Gerhard Rühm und Ernst Jandl. Es war die Erstveröffentlung von Jandls wegweisendem Sprechgedicht schtzngrmm. Dieses Gedicht löste einen regelrechten Eklat bei Lehrer*innen-Verbänden aus. In der katholischen Zeitschrift „Wiener Lehrerzeitung“ hieß es in der Juni-Ausgabe unter der Überschrift: „‚Dichtung‘ – aber nicht für Kinder!“: „Findet sich denn niemand im Stadtschulrat und im Ministerium, der Einspruch dagegen erhebt, solche ‚Schöpfungen‘ unseren Pflichtschülern in die Hand zu geben? Es stünde wahrhaft traurig, wenn es nicht gelänge, solchen Unsinn aus dem Schulbetrieb fernzuhalten …“ Der Redakteur der jungen Literaturseiten, Friedrich Polakovics, verließ aufgrund des Skandals daraufhin die Redaktion. Das Gedicht schtzngrmm gehört mittlerweile zu einem Klassiker der Lyrik im 20. Jahrhundert und findet sich in vielen Schulbüchern wieder.
Wer mehr erfahren möchte:
- Hannes Schweiger: Erziehung zur Widerständigkeit: Ernst Jandls Schule der Literatur. In: Bernhard Fetz und Hannes Schweiger (Hg.): Die Ernst Jandl Show. Katalog zur 366. Sonderausstellung des Wien Museums. Salzburg / St. Pölten 2010, S. 101-113.
1957 forderte das Kollegium „Wiener Dramaturgie“ ein eigenes Theater und eine Subventionierung des Kinder- und Jugendtheaters. Das Renaissancetheater wurde hierfür nur als Provisorium angesehen. Im Dezember 1963 führte Vizebürgermeister Hans Mandl bei Budgetverhandlungen im Rathaus aus:
(In der DDR war bereits 1946 mit dem Theater der jungen Welt in Leipzig das erste Theaterhaus für junges Publikum entstanden. In Westdeutschland wurden erst Mitte der 1960er-Jahre Kinder und Jugendliche als Theaterpublikum ernsthaft wahrgenommen. Ein wichtiger Impuls im deutschsprachigen Raum war die Entwicklung des Grips-Theaters ab 1966 bzw. 1972 in Berlin.)
1964/65 unter der künstlerischen Leitung von Peter Weihs (1927-1981) konnte das Theater der Jugend – auch dank einer überarbeiteten Satzung – von der Stadt Wien subventioniert werden und erhielt mit dem Theater im Zentrum ein eigenes Theater, das vor allem für Vorstellungen für die älteren Schüler*innen gedacht war. Die erste Premiere im Theater im Zentrum war „Kabale und Liebe“ am 29. Oktober 1964, u. a. mit Monica Bleibtreu als Luise. Mandl verkündete 1965 stolz, dass Wien „als einzige Stadt Europas ein eigenens Kindertheater“ besitze, „das ausschließlich für die Jugend spielt“.
Darüber hinaus wurde eine Absprache mit dem Theater an der Wien für drei bis vier Produktionen pro Spielzeit getroffen. Ab dem 1. September 1970 übernahm das Theater der Jugend das Renaissancetheater in Hauptmiete.
In den Jahren der künstlerischen Direktion von Peter Weihs entwickelte sich das Theater der Jugend zu einem selbstständigen Kinder- und Jugendtheater, das sich nicht nur – wie bisher – primär als Ergänzung zum Schulunterricht verstand. Entscheidende Schritte waren die neuen Spielorte Theater im Zentrum und Theater an der Wien und die Bildung eines technischen und künstlerischen Ensembles. Von 8-10 festen Ensemblespieler*innen 1964/65 wurde das Ensemble bis 1968/69 auf 18 Spieler*innen angehoben.
Die ersten Jahre zeigten vom Spielplan her wenig Veränderungen zu den Jahren davor. Einen wichtigen Impuls gab ab 1965/66 ein Vertrag mit dem ORF, der die Aufzeichnung von 4 bis 5 Inszenierungen „neuer Stücke“ pro Spielzeit fürs Jugendprogramm vorsah. In den kommenden Jahren finden sich Stücke von Jewgeni Schwarz, Rainer Hachfeld, Ludvik Askenazy oder Paul Pörtner auf dem Spielplan. 1966/67 entstand mit „Das Luftschloß des Herrn Wuschelkopf“ nach dem gleichnamigen Buch von Vera Ferra-Mikura das „erste österreichische Kindermusical“. 1968/69 setzte sich der Autor Reinhard Federmann in „Die Türken kommen“ konkret mit der Zeit des Nationalozialismus in Wien auseinander. Insgesamt war die Ära Weihs geprägt von einer Auseinandersetzung mit der jüngsten Vergangenheit.
1973 wurde Bernd Gallob neuer Geschäftsführer des Theaters der Jugend. Mit seiner Berufung kündigte er noch eine stärkere Hinwendung zu einem zeitgenössischen Jugendtheaterspielplan an. Bei der letzten von Weihs verantworteten Spielzeit erklärte Gallob in einem programmatischen Artikel in der Zeitschrift „Neue Wege“ :
Auf eigenen Wunsch verließ Peter Weihs das Theater nach der Spielzeit 1973/74.
Wer mehr erfahren möchte:
- Gerald M. Bauer: Aufbrüche/Umbrüche. Konzeptionen und Strategien des Theaters der Jugend nach 1968. In: Gerald M. Bauer / Birgit Peter (Hg.): „Neue Wege“ – 75 Jahre Theater der Jugend in Wien. Wien 2008, S. 87-101, hier S. 89f.
- Heike Curtze: Theater für Kinder und Jugendliche in Wien. Von der Jahrhundertwende bis zur Gegenwart. Wien 1970 S. 107-125.
- Christa-Renate Thutewohl: Tendenzen im Kindertheater der Bundesrepublik Deutschland von 1965-1975 unter Berücksichtung des Theaters der Jugend Wien. Wien 1978, S. 105-116.
— Wird fortgesetzt —