Sommer 1944 im New Yorker Stadtteil Queens: Alan Silverman hat's schwer. Statt mit seinen coolen Freunden im Hinterhof Baseball spielen zu dürfen, verdonnert ihn seine Mutter, sich um das merkwürdige neue Nachbarsmädchen zu kümmern, das gerade aus Europa nach New York herübergekommen ist. Naomi heißt sie, spricht kein Wort und läuft zu allem Überfluss auch noch mit einer eigenartigen Puppe durch die Gegend. Im Handumdrehen ist man da in den Augen der Sportsfreunde ein „Weichei“, das sich mit einer „Verrückten“ abgibt. Doch hinter Naomis seltsamem Verhalten lauert eine schreckliche Geschichte, der Alan mehr und mehr auf die Spur kommt … Denn Naomi hat bereits vieles erfahren, was anderen Mädchen in ihrem Alter erspart geblieben ist. Mit viel Behutsamkeit und Geduld gelingt es dem Jungen, Zugang zu Naomis Wesen zu gewinnen, und eine „geheime Freundschaft“ entspinnt sich, die schon bald auf eine harte Probe gestellt wird.
„Geheime Freunde“, basierend auf Myron Levoys Roman „Der gelbe Vogel“, begeistert seit vielen Jahren seine jugendlichen Leser. Spielerisch setzt sich der Stoff mit Themen wie Ausgrenzung und Verfolgung auseinander. – Ein Plädoyer für Zivilcourage.