Die rote Zora und ihre Bande

7. Oktober 2003 bis 8. November 2003

von Kurt Held, in einer Fassung von Thomas Birkmeir

Österreichische Erstaufführung
Altersgruppe 6+

Ein Mädchen als Anführerin einer Bande? Das kann nicht gut gehen! – Es kann! 

Hoch über der kroatischen Küste in einer alten Burg haust die rothaarige und sommersprossige Zora mit ihren wilden Jungs – und sie nennen sich die „Uskoken“: „Denn die Uskoken waren viele Jahrhunderte die größten Helden von Kroatien.“ Vergessen oder verlassen von ihren Eltern haben die Kinder ihr Schicksal selbst in die Hand genommen und sich zusammengeschlossen, um stark zu sein. Sie ärgern die hochnäsigen Gymnasiasten, spielen den gar nicht so anständigen Bürgern von Senj so manchen Streich. Denn weil die Gesellschaft keinen Platz für die rote Zora und ihre Bande hat, beginnen sie die Gesetze eben dieser Gesellschaft zu hinterfragen. 

Obwohl das Leben in der „Notgemeinschaft“ einer Bande auch ihre Tücken besitzt, gelingt es den Kindern, trotz der widrigen Umstände ihr Leben zu fristen, ohne dabei die eigenen Ideale, wie man miteinander umgehen könnte, zu verraten. 

Als die Bevölkerung beginnt, sich gegen die „Uskokenplage“ zu wehren, erkennt einzig der Fischer Gorian, dass das Unrecht bestimmt nicht auf Seiten der Kinder liegt. 

Und es gab sie wirklich: Zora La Roquette, ein minderjähriges Mädchen als Anführerin einer Bande im Jugoslawien der 40er Jahre, verfolgt von der Polizei, die ihr allerdings nichts nachweisen konnte. – Kurt Held begegnete ihr während seiner Flucht vor den Nazis. 

Als gerechte Heldin wurde die rote Zora mit Robin Hood und Karl Moor verglichen. Und eben weil sie sich den Zwängen und Normen der Erwachsenenwelt entzogen hat, bezeichnete man sie als die große Schwester der Pippi Langstrumpf. 

Kurt Held hat mit seiner dalmatinischen Erzählung ein engagiertes Plädoyer für die Rechte der Kinder verfasst, das nicht umsonst zu den Klassikern der Kinderliteratur zählt.

Team

  • Kurt Held
    Text
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  • Thomas Birkmeir
    Text / Regie / Bühne / Künstlerische Direktion
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  • Gudrun Lenk-Wane
    Bühne
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  • Lukas Kaltenbäck
    Licht
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  • Irmgard Kersting
    Kostüm
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  • Klaus Erharter
    Musik
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  • Gisa Fellerer
    Dramaturgie
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  • Eva Maria Gsöllpointner
    Regieassistenz
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  • Alexandra Fischer
    Regieassistenz
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Besetzung

  • Benjamin Zobrys
    Branko Babitsch
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  • Silvia Meisterle
    Zora
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  • Simon Jaritz
    Duro
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  • Josch Russo
    Nicola
  • Daniel Wagner
    Pavle
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  • Klaus Rott
    Kata, Brankos Großmutter / Ivekovic, Bürgermeister von Senj
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  • Eduard Martens
    Milan Babitsch, Brankos Vater / Ivekovic, Sohn des Bürgermeisters
  • Barbara Kaudelka
    Anka Babitsch, Brankos Mutter / Zlata, Tochter des Bürgermeisters
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  • Horst Eder
    Gorian, ein alter Fischer
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  • Johannes Kaiser
    Pletnic, ein Wirt / Radic, ein Fischer
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  • Peter Steiner
    Karaman, ein reicher Bürger
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  • Herbert Pendl
    Begovic, ein Gendarm
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  • Hannes Perkmann
    Stjepan, ein Junge aus Brinje
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  • Zeynep Buyrac
    Elena, eine Gymnasiastin
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  • Julian Loidl
    Brozovic, ein Gymnasiast
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  • Alexander Lang
    Karaman, ein Gymnasiast
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  • Pegah Kazemi Mehr Jordi
    Marculin, ein Gymnasiast
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  • Katharina Straßer
    Skalec, ein Gymnasiast
  • Katja Gerstl
    Smoljan, ein Gymnasiast
  • Klaus Erharter
    Musiker
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  • Wolfgang Erharter
    Musiker
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  • Peter Strutzenberger
    Musiker
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