Na, bravo! Nur weil er so bescheuert war, sich einen harmlosen Diebstahl, den er nicht einmal selbst begangen hat, in die Schuhe schieben zu lassen, muss Jojo nun zur Strafe Sozialdienst schieben … Abkommandiert zu den Haferschleim-Junkies ins Altersheim … Widerlich! So begegnet Jojo dem alten Leo, dessen Zimmer er ausmalen soll, und auf dessen Gesellschaft er ungefähr so viel Wert legt wie auf ein Loch im Turnschuh. Doch mit diesem Opa „in den Ring zu steigen“, lässt Jojo ganz schnell ganz schön alt aussehen! Denn der war einst ein bekannter Preisboxer und hat neben ein paar wirklich brauchbaren Lebenshilfen die Annäherung der Geschlechter betreffend auch einen absurden Traum parat: Er will aus dem Altersheim ausbüchsen! Denn trotz seines Alters denkt dieser Methusalem ernsthaft daran, sein Leben noch einmal von vorne zu beginnen! Und Jojo soll ihm auch noch dabei helfen. – Verzweiflung und Sehnsucht sind eben keine Frage des Alters. Freundschaften im übrigen auch nicht.
„Das Herz eines Boxers“ ist die witzige und lebensnahe Beschreibung eines „Clash of Generations“, für den der Autor Lutz Hübner 1998 mit dem deutschen Jugendtheaterpreis ausgezeichnet wurde.